Sie sind hier: Historische Entwicklung
Zurück zu: Startseite
Weiter zu:
Vom Webstuhl zum Tupfer
Allgemein:
Disclaimer
Kontakt
Impressum
... Webstuhlbau produzierte in seiner Blütezeit bis zum 2. Weltkrieg an 3 Standorten: Wuppertal – Vercorago (Italien) und Schönau (Tschechien). Es blieb 1945 nur noch der Standort Wuppertal, wo Webstühle als Sondermaschinen gebaut wurden: Jaquardwebstühle für die Produktion von Etiketten, Verbandmullwebstühle, konventionelle Bandstühle, aber auch Exoten, mit denen Wischmops, Lockenwickler, Reißverschlüsse, Bambusjalousien und andere Produkte gewebt werden konnten. Bei diesem Sondermaschinenbau entstanden etliche nationale und internationale Patente.
Abbildung: Ewald Rath -
... durchschnittlich 10 – 15 Sondermaschinen entwickelt, so entstand 1969 eine völlig andere Herausforderung: durch eine gesetzliche Verordnung wurde vorgeschrieben, daß jeder PKW einen Verbandstoffkasten mit sich führen mußte. Folge für Lüdorf: eine immense Nachfrage nach Verbandmullwebstühlen. Zwischen 1971 und 1973 wurden insgesamt 370 Maschinen hergestellt. Diese technische und logistische Herausforderung einer Serienproduktion wurde sehr gut gemeistert: es gab keine einzige Reklamation!
In Folge dieses Produktionsschubes war der Markt vollständig gesättigt und die Produktion brach vollständig ein.
Die vorher gut entwickelten Kunden- und Lieferantenkontakte führten jedoch zu einer Vielfalt gänzlich neuer Herausforderungen, so daß schließlich kein Mitarbeiter entlassen werden mußte.
Abbildung: Mullweberei -